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      Wusste den Baum · An dem die ersten Knospen sprießen · Den Fleck - An dem die ersten Blumen blühen · Und wollte nichts besitzen · Nur genießen · Die Luft · Das Wasser · Das satte Grün · Ausblicke · Die keine Grenzen hatten · Das weite Land · Den schmalen Pfad · Flog er vorbei · Mit seinem kleinen Schatten · So ganz für sich · Auf seinem Rad * 03.07.1950 † 10.12.2003
   

Es gibt eine menschliche Eigenschaft, die in unserer heutigen schnellen Welt scheinbar immer seltener wird. Wenn ein Mensch auf eine freundliche und höfliche Weise mit anderen umgeht, wenn er ehrlich seine Meinung sagt und gleichsam zurückhaltend ist, sagen wir von ihm: "Er hat Takt".
Frank hatte dieses Taktgefühl. Auf eine schöne Art verband er diesen Wesenszug mit den Inhalten seines Daseins.
Er war ein lebensfroher und tiefgründiger, herzhaft lachender und ebenso stiller Mensch mit einer zarten Liebe zur Melancholie. Frank war ein ausgezeichneter Zuhörer. Er war da, wenn man ihn brauchte.

Kindheit. Wir sehen ihn vor uns, wie er mit großen Augen ein Fahrrad im Schaufenster betrachtet, was später ihm gehören sollte. Wir sehen ihn über ebene Landstraßen fahren. Nicht ums Haus, schnell mal hin und zurück. Nein. Lange, weite Strecken. Sehr weit für einen Jungen. Er ist ganz allein unterwegs und später kennt er die Strecke wie seine Westentasche.
Von seinen ersten Ersparnissen kauft er sich eine alte Standuhr und eine Trommel. Wann hatte er begonnen, sich für diese großen und kleinen Wunderwerke der Mechanik zu interessieren? Kinder zerlegen gerne Dinge in ihre Bestandteile. Vielleicht sah er in das Innere eines Uhrwerkes und wollte von da an wissen, wie sie funktionierten.
Es war der Anfang einer Leidenschaft, die zur Folge hatte, dass man mit Frank nicht einfach so durch eine Stadt schlendern konnte, ohne dass er länger vor jedem Uhrengeschäft stehen blieb.

Ein guter Uhrmacher wurde er. Oft hatte er bis zur Hälfte der Woche seine Aufgaben erledigt und keiner nahm es krumm, wenn er sich Montag früh noch eine Stunde auf die warme, breite Heizung legte um den Schlaf aufzuholen, der ihm vom Wochenende fehlte.
Und Wochenende war Musikmachen. Schlagzeug spielen. Taktsicher, wie ein solides Uhrwerk trommelte er. Verlässlich, wie sein Wesen.
Inmitten sehr lebhafter, jüngerer Musiker war Franki in unserer Band der gereifte, ausgleichende Pol. Er kaufte einen alten Kleinbus und fuhr uns unzählige Male von einem Spielort zum nächsten. Wenn wir unsere Stadt Jena im Morgengrauen erreichten, freute er sich besonders auf seine kleine Tochter Steffi, die gerade heranwuchs. Er fürchtete immer, er könnte etwas verpassen, weil es so unglaublich schnell ging, wie sie sich weiterentwickelte. Seine Gedanken über die Erde und ihre Zukunft bedeuteten auch, dass sie seine einzige Tochter bleiben sollte.

Er dachte viel über das Leben nach und bewegte sich sehr umsichtig durch diese Welt. Frank war am liebsten draußen in der Natur. Er konnte gut mit sich allein sein. Einfach so an frischer Luft durch den Wald laufen. Oder er joggte. Sportliche Ertüchtigung verband er immer mit Beschaulichkeit für alles was wuchs und lebte. Er fuhr viele Kilometer mit dem Fahrrad durch die Gegend, so wie er es als Junge getan hatte.

Modeerscheinungen waren ihm gleichgültig. Feinsinnig suchte er nach dem, was ihm gefiel. Musik, die ihn berührte. Malerei, die seine Phantasie anregte. Menschen, die er wirklich mochte. Im ewigen Auf und Ab des Lebens strahlte er in letzter Zeit Glück und Zufriedenheit aus.

Frank war, wie man sagt, mit sich und der Welt im Reinen.

In unseren Gedanken lebt er fort,
als einer von uns,
als einer von ROSA
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      Die ersten Griffe auf der Gitarre brachte ihm der Opa bei, doch bei der Aufnahmeprüfung zur Musikschule war man damit gar nicht zufrieden: "Die Prüfung habe ich nicht bestanden, weil meine Handhaltung falsch war", erinnert sich Henning. Er sei ganz froh darüber gewesen, denn klassische Gitarre war nicht sein Ding. Vom Geld der Jugendweihe kaufte er sich eine E-Gitarre. Erste Auftritte gab es mit der Schülerband "Extrem" an der Jenaer Nordschule. Henning, in Ilmenau geboren, wohnte schon längst in Jena. "Wir spielten Bluesrock von CCR und Status Quo - alles, was gerade in war."
 

Henning hatte den Wunsch, als Berufsmusiker sein Geld zu verdienen, doch erst musste einmal ein "ordentlicher" Beruf erlernt werden. Er ging zu Zeiss, lernte dort Elektro-Mechaniker. Die Woche über auf Maloche, doch an den Wochenenden stand wieder die Musik im Mittelpunkt.

Henning stieg bei "Rockvision" in Kahla ein, machte dann Tanzmusik bei "Impuls" und "Signal", ehe er 1984 zu "Polyphon" wechselte. "Polyphon" löste sich kurz vor der Wende auf, und Henning, der in Gera seine "Pappe", den Berufsausweis, gemacht hatte, stand ohne Band da.

Doch klar war, dass er den Phasenprüfer an den Nagel hängen, stattdessen sein Geld mit der Klampfe verdienen wollte. "Du kannst nicht zwei Dinge gleichzeitig wirklich gut machen. Und ich wollte nun mal Berufsmusiker werden", sagt Henning heute.

Es gab noch ein Intermezzo mit "Zoff", die ebenfalls Tanzmusik machten, dann stieg Henning bei ROSA ein. Zunächst als Techniker, und nebenher spielte er bei "Big Chicken" und "Nightwalker". Wenn es bei ROSA Titel gab, zu denen zwei Gitarren gehörten, dann stieg Henning mit auf die Bühne. Und da steht er bis heute.

Eine Leidenschaft für das Basteln hat sich Henning bewahrt. Zu DDR-Zeiten baute er Gitarreneffektgeräte nach, die Anleitungen gab's in westlichen Fachzeitschriften. Heute lässt er Modell-Hubschrauber steigen. Abends schnappt er sich dann ab und zu das Fernrohr und beobachtet Sterne - kein Wunder, bei Zeiss hatte er in der Astro-Abteilung gearbeitet.
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      Die Trompete zog ihn magisch an: "Ich hatte keine Chance", sagt Hexe. Es waren der Big-Band-Sound aus dem Radio, Stücke von Satchmo und der getragen klare und weiche Trompeten-Ton bei Soli wie "Il Silencio", die den damals Elfjährigen faszinierten. Peter drängelte seine Eltern, ihn in der Jenaer Musikschule anzumelden, wo er mit Trompete begann. Da die Lehrer sein Talent erkannten, wechselte er nach Weimar, wo der inzwischen 13-Jährige an der Spezialschule für Musik in Belvedere Trompete erlernte.
 

"Wir spielten natürlich erstmal Klassik, später kam der Jazz dazu", erinnert sich Hexe. Weil ihn Harmonien interessierten, spielte Peter nebenher noch Klavier; ein Instrument, das ihm den Weg zum Keyboard ebnete.

An der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar belegte er das Fach Klassik-Trompete. "Ich sah oft in den Studentenclubs Bands spielen, die Musiker ihr eigenes Ding durchziehen, das gefiel mir." Rückblickend sagt Hexe, ihn habe die Zukunftsvorstellung abgeschreckt, einmal in der geordneten Hierarchie eines Orchesters zu verschwinden.

Peter, der bereits in mehreren Bands Keyboards spielte, wechselte die Fachrichtung, wurde Diplom-Musikschulpädagoge. "Ich dachte, da bleibt mir nebenbei genügend Zeit, in meinen Bands zu spielen", sagt er.

Gesagt, getan: Hexe ging nach Ilmenau und lehrte an der dortigen Musikschule. "Musiklehrer war für mich eine ziemlich gleichförmige Angelegenheit, irgendwie passierte nicht ausreichend Neues", sagt er heute. Mit Hingabe und Freude musizierende Schüler waren eher selten; die anderen, oft auch von den Eltern gedrängt, hatten wenig Lust und ernsthaftes Interesse am Trompetenspiel.

Tagsüber Unterricht, abends Proben und am Wochenende Auftritte mit Bands wie KARO. Bis dann die Chance kam, bei "Zippels Rockband" als Keyboarder einzusteigen. "Ein viertel Jahr lang habe ich vier bis fünf Stunden jeden Tag geübt", erinnert sich Hexe. Denn genau das sei es gewesen, was er gewollt habe...

Nach drei Jahren bei Zippel stieg Hexe bei ROSA ein, ohne es je zu bereuen. "Es war mein Ziel, mein Leben selbstbestimmt zu führen", sagt er heute. Denn eine Profi-Band wie ROSA sei die geeignete Form, sich unabhängig weiter zu entwickeln.

Bei ROSA steht Hexe am Keyboard, kümmert sich zudem ums Management. Er griff auch wieder zur Trompete, die einige Jahre im Schrank gelegen hatte und später kam noch das Saxophon dazu. Beim Blues-Brothers-Act, den Salsa-Runden oder Just a Gigolo erweitern die Blasinstrumente einfach den Sound der Band.

Hexe, der seinen Spitznamen von der langen, chaotisch gelockten Mähne in seiner Sturm- und Drangzeit hat, schwingt sich in seiner Freizeit oft aufs Mountainbike oder Rennrad. Er joggt regelmäßig und wenn es die Zeit erlaubt, besucht er Konzerte, auch mit klassischer Musik. Ein weiteres Steckenpferd ist die Literatur: Hexe greift oft zum Buch, die Bandbreite seiner Lektüre reicht von Hermann Hesse über Anthony de Mello bis Philip Roth.
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      Im Ausweis von Hubaz steht der bürgerliche Name Thomas Zippe, geboren in Kahla, aufgewachsen und (wieder) wohnhaft in Bürgel. Doch wer ihn kennt, weiß oft mit dem Namen nichts anzufangen. Denn schon beinahe ewig ist Hubaz Hubaz, und Schluss. Seinen Spitznamen hat er durch den älteren Bruder Hubert bekommen: "Mein Bruder ist ein großer Kerl, weshalb er immer Batzen gerufen wurde, Hubert-Batzen oder kurz Hubaz. Und ich war halt einfach der kleine Hubaz!
 

Schon in Kindertagen interessierte sich Hubaz für die Musik; der Opa brachte ihm erste Griffe auf der Klampfe bei. Danach spielte er erst Trompete und dann Tenorhorn im Pionierblasorchester an der Schule. "Die Trompete war immer zu laut, da haben sie mir das Tenorhorn gegeben", erinnert sich Hubaz.

Doch die Blasinstrumente interessierten ihn nicht mehr, als er so 12 oder 13 war: Jetzt hatte ihn der Beat infiziert, Hubaz wollte richtig Gitarre lernen. Drei Jahre später gründete er die erste Band. Bei "Polo" spielte Benno mit und Ander, der erste Drummer von ROSA.

Für Hubaz war längst klar, dass er mit der Musik seine Brötchen verdienen wollte, doch erstmal hieß es, einen "richtigen" Beruf zu erlernen. Das hieß, er ging zu Zeiss und wurde Modellbauer. Neben der Lehre machte Hubaz die erste Bekanntschaft mit dem Bass und den Bassnoten, als er in Weimar Übungsschüler bei einem Musik-Studenten wurde. "Die Noten kannte ich schon von der Trompete, doch Bassnoten werden tiefer gespielt als sie geschrieben sind, das war mir neu", erinnert sich Hubaz. Dennoch hatte es ihm der Bass angetan, und bei Pawel, einem Tschechen, der bei "Soulful Dynamics" den Bass spielte, ging er auf der Geraer Musikschule in die Lehre.

"Polo" spielte noch immer an den Wochenenden, doch Hubaz wollte sich verändern. 1979 verließ er die Band und heuerte bei "Zippels Rockband" an.

Mitte der 80er Jahre wollte Hubaz ins Profilager, doch Zippel zog nicht mit. Hubaz und Benno, die sich seit Jugendtagen kennen, schmiedeten Pläne, eine neue Band zu gründen. "Der Name ROSA war meine Idee", sagt Hubaz. Kurz, prägnant, einprägsam und unkompliziert sollte der Name sein, und englische Namen machten die Offiziellen misstrauisch. "ROSA ist ein Frauenname, und der Name hat keinen Hintersinn, obwohl wir immer wieder danach gefragt werden!"

Als zu Wendezeiten die Geschäfte nicht so gut liefen, gründete Hubaz parallel zu ROSA "Big Chicken", eine Band, die vornehmlich Bluesrock wie Johnny Winter, Gallagher oder Ten Years After spielte.

Hubaz´ Platz bei ROSA ist oben auf der Bühne, doch seit 1997 reizen ihn zuweilen noch ganz andere Höhen: Hubaz machte seinen Segelflugschein und zieht nun in seiner Freizeit seine Kreise in den Regionen, wo sonst nur die Geier fliegen. Ein anderes Hobby ist den Gaumenfreuden gewidmet: Hubaz kocht gerne und stellt selbst Weine her. "Ich feiere halt gerne", sagt er und lacht.

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      "Ich kann mich noch sehr gut erinnern. 1986, anlässlich Jena`s 750-Jahrfeier habe ich ROSA das erste Mal erlebt und war geflasht. Zu dieser Zeit gründeten wir die Band CLIFF. In den kommenden Jahren spielten wir oft gemeinsam mit ROSA auf Festivals in Thüringen und Mitteldeutschland. Seit 2013 lebe ich wieder zuhause in meiner Heimatstadt Jena. Ich freue mich riesig aufs gemeinsame Musizieren. Auf ROSA-Zeiten für die nächsten Jahrzehnte! I know, it's only rock'n roll, but i like it!"